Monsterbau auf dem Reuschenberger Kirmesmarkt

Seite Zurück

Monsterbau auf dem Reuschenberger Kirmesmarkt

dank Unheiliger Allianz zwischen Stadt und Investoren/Architekten des neuen Lebensmittelmarkts

>Als Politik und Reuschenberger Bürger vor drei Jahren dem geplanten Lebensmittelmarktvorhaben auf dem Reuschenberger Kirmesplatz zustimmten, wussten sie nicht, wie brutal ihr „Ja“ missbraucht werden sollte.

Bei der geplanten Bebauung des Reuschenberger Kirmesplatzes ging es ursprünglich „stets unter Beachtung der baulichen Umgebung“

a) um die bessere Versorgung der Reuschenberger Bürger durch einen Lebensmittelmarkt;

b) um die notwendige Verbesserung der „Frequenzen“ in der Reuschenberger Ladenstraße.“ (So der ehemalige Neusser FDP-Stadtverordnete Dr. Heinrich Köppen.)

Dem trug auch der ursprüngliche Bebauungsplan Rechnung, der keine neuen Geschäfte vorsah, die die bestehenden Kundenströme von der gewachsenen Reuschenberger Ladenstraße abziehen könnten.

Bei der Einreichung des Bauantrags aber hatten die Investoren des geplanten Lebensmittelmarktes, die r2w-Architekten Röttger, Welzel und Wichmann aus Neuss, bereits das Nutzungskonzept des Vorhabens einseitig geändert.

Entgegen den Vereinbarungen mit der Politik und den Reuschenberger Bürgern hatten sie klammheimlich in ihrem Bauantrag über den REWE-Supermarkt hinaus u. a. einen Drogeriemarkt und die Errichtung einer weiteren Apotheke – neben den beiden bestehenden - ausgewiesen und aus dem Lebensmittelmarktvorhaben mit einigen Praxisräumen war ein großes Geschäftshaus-Bauvorhaben mit einem Lebensmittelmarkt geworden – und das bei wohlwollender Zustimmung der städtischen Bauverwaltung.

Bereits damalige Einwände der Politik (FDP und CDU), keine bestehenden Unternehmen zu gefährden, wurden untergepflügt.

Inzwischen sind einseitig von den Investoren-Architekten erheblich vergrößerte Dachgauben zur Bergheimer Straße hin realisiert worden -bei erst nachträglicher und nachvollziehender Genehmigung durch die Stadt. Die ursprünglich versprochene „Beachtung der baulichen

Umgebung“ meint nach Auskunft der Verantwortlichen „die Unterschreitung der Höhe des nahen Sparkassenhochhauses“, so dass das ursprüngliche „Lebensmittel-vorhaben“ nunmehr zu einem „Monsterbau“ aufgeblasen wurde.

Und jetzt hört man, dass die Architekten nunmehr noch die Chuzpe besitzen, den Monsterbau auch zur Seite „Nachtigallenstrasse“ mit bisher nie vorgesehenen Dachgauben und zwar mit den o. a. übergroßen Gauben zu bestücken.

Als Grund dafür wird die nachträgliche Anpassung des Bauvorhabens an die Wünsche potenzieller Mieter/Bauherren genannt.

Sollen hier die Renditewünsche der Architekten bzw. neuer Bauherren die Versprechen der Verwaltung und der früheren CDU/FDP-Koalition mit den Reuschenbergern überholen, um so den erstaunlich hohen Grundstückskaufpreis der Firma Objektplan/r2w-Architekten Röttger, Welzel und Wichmann nachträglich für den Käufer zu „relativieren“?

Die Reuschenberger Bürger und ihre gelb-schwarzen Kommunalpolitiker fragen sich: Wo bleibt da die Bauaufsicht? -

Wieso kommt es immer wieder zu dieser unheiligen Allianz zwischen Stadt und Investoren?“

 

Autor: Herr Dr. Heinrich Köppen

Firma: FDP-Neuss

Datum: 08.07.2016