Neuss Freuden und Leiden

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Neuss Freuden und Leiden

Keine Pressefreiheit für Neuss

Ja, leider können Neusser Bürger in der lokalen Presse nur mitreden, wenn Ihre Ansichten den Herren Redakteuren passen oder die Beiträge vorher ausgekungelt wurden.

Meine Erfahrung: Kritisches zum „Stadtkurier“ oder zur „NGZ“ oder zu deren politischer Haltung hat somit kaum eine Chance auf Veröffentlichung in ihren Ausgaben. In der Presselandschaft herrscht in Neuss noch der Absolutismus.

Redakteure sind für die Grünen, die CDU oder die SPD und so berichten sie über die Neusser Lokalpolitik oft einseitig und lang und breit über ihre Favoriten, lassen jedoch Äußerungen anderer Parteien und aus ihrer Sicht unangenehme Meinungen der Bürger gerne weg. Auf diese Weise nehmen sie Einfluss auf die Politik und die Meinungsbildung ihrer Leser.

Oder ist es mein Fehler, am Jahresende keine „Fresskörbe“ in die Redaktion des „Stadtkurier“ geschickt zu haben, wie CDU und Minister Gröhe.

Die jeweilige Größe wird im „Stadtkurier“ ausführlich kommentiert.

Die NGZ sagt nichts zu eventuellen Fresskörben.

Die Nachteile solchen Handelns sind allerdings leicht erkennbar.

Mit dieser Pressezensur muss man in Neuss leben. Wie lange noch?

Deshalb bin ich froh, beim Neusser Marktplatz mit Randnotizen außerhalb der Mainstreamkontrolle ein freies und überparteiliches Diskussionsforum eröffnen zu können:

„Aktuelles aus der Kommunalpolitik – gegen den Strich gebürstet“.

Ich beginne mit einigen Leserbriefen, denen die Veröffentlichung in der Lokalpresse verweigert wurde. Sie wurden mir zum Abdruck auf dem Neusser Marktplatz überlassen. Der Autor ist mir persönlich bekannt. Die abgedruckten Texte geben aber nicht unbedingt meine Meinung wieder, es könnte auch sein, dass sie unangemessene Passagen enthalten. May be.

Aber darüber sollen Sie, liebe Bürger, alleine entscheiden, ohne Bevormundung durch Neusser Redakteure.

Ihr O.K. Kahlbau

Leserbrief zu „Städtische Führung durch zerstörten Selikumer Park“ (NGZ vom 13.12.2014)

Lückenhafte Darstellung

Ich bin über die Art der Berichterstattung sehr verärgert, da der Artikel mehrfach unangemessen informiert und Wichtiges auslässt.

Die Interessengemeinschaft Selikumer Park ist – anders als Sie schreiben – der Initiator für die Ortsbegehung. Wir sind an das Grünflächenamt herangetreten, weil wir Anwohner uns aktiv an Wiederaufforstung und Reparatur beteiligen möchten. Spendensammlung ist ein mühsames Geschäft. Am Schluss überreichten wir dennoch einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro an Frau Vogt-Sädler für die Reparatur des zerstörten Wildgatters. Auch das fehlt im Artikel völlig. Ihr Reporter hatte sich im Vorfeld über die Aktion und auch Scheck und Scheckhöhe bei mir erkundigt. Im gesamten Text erwähnen Sie die Interessengemeinschaft und ihr Engagement mit keinem Wort. Für die NGZ findet lädt das Grünflächenamt von sich aus ein. Prima!

Alle Beteiligten waren beeindruckt von dem Ausmaß der Schäden und dem bevorstehenden Umfang der Aufräumungsarbeiten, die in einem ersten Schritt bereits durch eine Auftragsvergabe eingeleitet worden sind und wohl beachtliche Haushaltsmittel in Anspruch nehmen werden.

An anderer Stelle dieser NGZ-Ausgabe beklagt Ihr Redakteur die geringe Bürgerbeteiligung bei Wahlen und öffentlichen Projekten. Das ist leider so.

Wenn Sie allerdings so berichten wie in diesem Artikel vom 13. Dezember, dann sind Sie auch mitverantwortlich dafür.

Bernd Kahlbau,

Leserbrief zu „CDU Neuss im oder vor dem Abgrund?“ (Stadtkurier, 11.06.2016)

„Stadtkurier Neuss vor dem Abgrund“

Dieser Artikel ist wegen seiner Vermischung von Fakten und demagogischen Aussagen eine schlimme Peinlichkeit.

Sie haben zwar Recht, dass auch in Neuss viele Abtreibungen leider vorgenommen werden.

Aber in totaler Verkennung des Sachverhalts und der Zusammenhänge legt Ihr Artikel nahe, dass Wohnraummangel die zentrale Ursache für Abtreibungen ist. Gänzlich demagogisch werden Sie, wenn Sie nahelegen, dass die CDU die Abtreibung gleichgültig hinnimmt. Kein verantwortungsbewusster Politiker – egal bei welcher Partei – tut das.

Ich bin kein CDU-Wähler, nie gewesen, aber Sie verletzen mit diesem Artikel, eine wesentliche Regel des jounalistischen Anstands: Darstellung und Meinung nicht zu vermengen. Jeder demokratisch und fair denkende Bürger sollte diese peinliche Grenzüberschreitung verurteilen, ich habe den Anfang gemacht.

Ja, die FDP hat die Erhöhung der Kita-Gebühren verhindert und vergeblich eine Erhöhung der Einkommensgrenze für kostenlose Kita-Plätze gefordert. Ja, die FDP ist stets bemüht, die Finanzsituation der Stadt durch Grundstücksverkäufe zu verbessern.

Ziel: Mehr Geld für eine familienfreundliche Politik.

Ja, man darf die CDU/Grünen kritisieren. Man muss es sogar, wie die FDP sagt.

Aber mit Ihren demagogischen Vermischungen stellen Sie sich, Herr Möll, ins politische Abseits.

Anscheinend haben Sie die peinlichen Passagen selbst wahrgenommen, der Artikel ist mit www.stadt-kurier.de unterzeichnet und bleibt ohne die übliche Autorennennung:

„Ein Stück von Frank Möll“.

Keine Frage: „Stadtkurier“ und Stückeschreiber Möll vor dem Abgrund!

Bernd Kahlbau

Leserbrief zu „Politik vertagt Entscheidung über Sekundarschule“ (NGZ vom 02.07.2016)

Korrekturen zur Berichterstattung

Auch wenn der Beschluss des Schulausschusses am Ende der Diskussion korrekt formuliert wird, müssen Ungenauigkeiten und Fehler im Artikel verdeutlicht und korrigiert werden.

Es haben sich vor allem FDP und CDU mehrfach und sehr engagiert für den Erhalt der beiden Sekundarschulen ausgesprochen. Die Grünen tendieren, so mein Eindruck, eher zur SPD-Position. Sonst hätte der SPD-Antrag sofort abgelehnt werden können und eine Verschiebung wäre überhaupt nicht nötig gewesen. Falsch ist der Eindruck Ihres Redakteurs, dass „Politik“ und Verwaltung den Elternwillen im Anmeldeverfahren ausgedrückt sehen.

Jedenfalls hat die FDP verdeutlicht, dass für sie der Elternwille der jetzigen über 400 Sekundarschuleltern ebenso beachtet werden muss wie die Zahl der abgelehnten Anmeldewünsche an Gesamtschulen, von denen mittlerweile viele zufriedene Sekundarschüler geworden sind.

Ja, die Entscheidung ist vertagt, aber ich bin sicher, dass FDP und CDU ihrem überzeugenden Bekenntnis zur Sekundarschule treu bleiben.

Es wird auch in den nächsten Jahren in Neuss eine vielfältige Schullandschaft mit Sekundarschulen geben.

Bernd Kahlbau

Leserbrief zu „Der hasenfüßige Sowohl-als-auch-Beschluss“ (NGZ vom 02.07.2016)

Politiker und Hasen

Ich kann diesem Kommentar von Herrn Baten nur zum Teil zustimmen. Denn bei einem Millionenloch im städtischen Etat kann man sehr wohl zur Sparsamkeit neigen oder mit guten Gründen dem Neusser Breitensport den Vorrang einräumen.

Dann gibt es noch eine andere Gruppe, die die Tour de France grundsätzlich ablehnt, aber sich nicht traut, dies öffentlich zu sagen. Sie können bei der Tour de France als lokaIe Größen nicht im gewünschten Maße in Erscheinung treten oder sie mögen einfach dieses Radsportrennen nicht. Ihnen reicht die „Tour de Nüss“.

Man kann durchaus gegen die Tour de France für Neuss sein, man sollte dies allerdings dann klar sagen und nicht die Kosten vorschieben.

Den Ärger von Herrn Baten über diesen fehlenden Mut zum „Nein“ kann ich sehr gut verstehen. Es gibt zudem viele Politiker-Zuschauer, die nur abwarten möchten, so ist mein Eindruck, ob der Bürgermeister es schafft. Schade!

Geht Bürgermeister Breuer ein Risiko ein?

Ich meine: Nein!

Wenn er die 100.000 Euro nicht über Sponsoren “liefert“, dann hat er sich immerhin für Neuss in die Bresche geschlagen, hat Mut und Engagement bewiesen!

Schafft er es, und davon bin ich überzeugt, dann soll er die Lorbeeren dafür auch alleine genießen ohne Hasen und Politiker-Zuschauer, die dann um gemeinsame Fototermine bitten werden

Eine Win-Win-Situation für Bürgermeister Breuer.

Bernd Kahlbau

 

Autor: Herr O.K. Kahlbau

Firma: ------

Datum: 09.07.2016