Neuss - aus der aktuellen Lokalpolitik

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Neuss - aus der aktuellen Lokalpolitik

Neuss Freuden und Leiden

Neuss Freuden und Leiden

Merkel: Kanzlerkandidatin für SPD?

Wer hätte das gedacht?

Gut informierte Kreise treten mit einer sensationellen Entwicklung zur Bundestagswahl 2017 an die Öffentlichkeit. Sie entschuldigen sich schon vorab für die Sprache. Und jetzt der Hammer: Wird Angela Merkel für die SPD antreten?

Immer häufiger wurde in den letzten Wochen in politischen Zirkeln darüber gesprochen. "Die Inhalte stimmen doch überein", wird ein Insider zitiert, der seinen Namen nicht genannt wissen will. Viele Ideen sind doch sehr schnell von der CDU aufgegriffen worden. Nicht zuletzt: Bei Atomausstieg, Flüchtlingsthematik und der wirkungslosen Mietpreisbremse gab es überwältigendes Lob von der SPD.

Auch der Wunschkoalitionspartner, Die Grünen, können sich eine Frau Kanzlerin gut vorstellen, koalieren sie schon in mehreren Bundesländern und ziehen in NRW eine Frau bei Kandidaturen vor, selbst wenn ein Mann besser qualifiziert ist. Weitere thematische Klärungen könnte ein Themengipfel bringen, der für Ende November 2016 in Schwerin angesetzt sein soll.

Sogar SPD-Vorsitzender Gabriel scheint nicht abgeneigt. Würde dies ihm doch eine mögliche Niederlage bei dem SPD-Wahlparteitag durch die SPD-Linken ersparen. Sie könnten dann bei Meinungsverschiedenheiten offen Kritik an ihrer Kanzlerin üben, ohne als unsolidarisch zu gelten. Sie hätten gegenüber ihrer Basis nie den Schwarzen Peter, könnten alles auf die Kanzlerin schieben. Und gegen eine Kanzlerpräferenz von aktuell 45% käme selbst Martin Schulz nicht an. Zudem: Sie wäre die erste Frau für die SPD im Kanzleramt und Rot-Rot-Grün wäre vom Tisch. Auch das könnte Gabriel gefallen.

Aber warum macht Angela Merkel in diesem Spiel mit? Was ist ihre Absicht? Diese und ähnliche Fragen tauchen in dem Zusammenhang auch immer auf. Merkel stoppt den Endlosstreit mit Seehofer. Allerdings ist dessen Zenit schon längere Zeit überschritten durch ihre unverbindliche und scheinbarere Richtungsänderung zum

"Wir schaffen das!"

Ein Problem ist allerdings ungelöst: Wer führt die CDU dann in die Wahl 2017? Weit und breit keine geeignete Kandidatur in Sicht. Oder doch? Eine Wiederkehr der Untoten scheint möglich oder sogar gewollt.

Hinter vorgehaltener Hand wird schon leise gefragt: Wo ist denn der Bierdeckel-Steuermann oder der neu Gestylte aus Bayern, der ohne Doktortitel? Oder vielleicht noch einmal einen CSU-Vorsitzenden zum Zuge kommen lassen, wenn es absolut keinen Kandidaten gibt? Das könnte eine Chance sein.

Allerdings schränkt Merkel ein: "Ohne ein OK der CDU-Bundestagsfraktion läuft da nichts!" Die hätte bei einer Niederlage eines CSU-Kandidaten gegen Merkel wieder lange Jahre Ruhe. Aber zwischen den Zeilen hört man bei ihr heraus: "Wir schaffen das!" Also eine klassische Win-Win-Situation.

Spätestens bis Januar 2017 muss die Entscheidung fallen.

Die Spannung steigt im politischen Berlin und in der übrigen Republik.

Herr O.K. Kahlbau

 

Autor: Herr O.K. Kahlbau

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Datum: 15.10.2016